Nachhaltige Gewässerentwicklung
Renaturierung selbst gemacht
Die Engelbek, ein etwa 6,8 km langer Bach im Süden Hamburgs ist der Schauplatz eines kleinen Pilotprojekts der Gewässerentwicklung im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie, in dem das Büro WasserLand eine Konzeption zur integrierten Bearbeitung der Schnittstelle Mensch - Natur entwickelt und umsetzt.
Naturnahe Entwicklung und gesellschaftliche Integration des Gewässers gehen hierbei Hand in Hand, indem ein sehr großer Teil der Arbeiten nicht gewerblich, von Experten durchgeführt wird sondern buchstäblich in der Hand der Bürger liegt. Mit Spaten udn Schubkarre arbeiten hier verschiedene Gruppen in ebenso verschiedenen Konstellationen am und mit dem Bach.
Sie haben über die Zeit ein beträchtliches Stück des in den 1970-er Jahren ausgebauten und begradigten Bachlaufs zu deutlich größerer Natürlichkeit entwickelt – und dabei ein persönliches Verhältnis zum Gewässer gewonnen und dieses sogar schon in die Breite getragen.
Die konzeptionelle Entwicklung, sowie Planung und Leitung der einzelnen Aktivitäten liegen beim Büro WasserLand in einer Hand. Diese Gesamtkoordination bildet das Dach und die große Klammer, durch die all die verschiedenen Aktivitäten schließlich zu einem Ganzen werden.
Beteiligt sind Schüler des Alexander von Humboldt Gymnasium mit dem Projekt Lernen im Fluss, Schüler des Niels Stensen Gymnasium mit jährlichen Projekttagen, Anwohner und Freunde des Gewässers, die an den Gewässernachbarschaftstagen des NABU im Frühjahr und Herbst stets großes bewegt haben, sowie der Verein Rauchzeichen e.V., der es Jugendlichen ermöglicht, verpflichtende Sozialstunden mit sinnvoller Arbeit zu füllen.
Der Engelbek-Sommer schließlich verbindet als besonderes Ereignis den Bach und seinen Anwohnern und Aktiven in einem bunten Fest aus Unterhaltung und Information, sowie im Sommer 2011 mit einer Ausstellung zur Wasserrahmenrichtlinie im Rathaus in Harburg.
Ermöglicht wird dieses ganze Projekt durch die Wasserwirtschaft im Bezirk Hamburg-Harburg, für die namentlich Jens Brehm sehr bereit ist, neue Weg zu gehen, um die wertvollen Ziel der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen – indem er die notwendigen Kooperationen unterstützt und fördert und die erforderliche Finanzierung gewährleistet.
Jens Brehm gebührt an dieser Stelle großer Dank für die kreative, konstruktive und freundschaftliche Zusammenarbeit und den Pioniergeist, der das Projekt in dieser Konstellation überhaupt erst möglich macht.












